JOCHEN BIGANZOLI / REGISSEUR

h-moll MESSE von Johann Sebastian Bach

THEATER REGENSBURG


Musikalische Leitung: Alistair Lilley

Bühne: Wolf Gutjahr

Kostüme: Katharina Weissenborn

Video: Thomas Lippick

Dramaturgie: Francis Hüsers, Christina Schmidt


Hier geht es zum Video-Trailer auf YouTube.



„(...) Es ist allein schon eine kühne Idee, dieses Hochamt überhaupt als Musiktheater unters Volk zu bringen. Am Theater Regensburg haben der Regisseur Jochen Biganzoli, der Bühnenbildner Wolf Gutjahr und die Kostümbildnerin Katharina Weissenborn aber genau dies gewagt – und gewonnen, sogar beim Publikum.

Dafür gibt es mindestens zwei Gründe. Es ist zwar in der Tat so, dass die Ereignisse, Alltagsvorfälle und Schicksale, mit denen Biganzoli den Messetext szenisch kontrapunktiert, in einem himmelweiten Spannungsfeld zu der ehernen Glaubensgewissheit stehen, die sich in diesem Ritus ausdrückt. Aber der Regisseur wird dennoch in keinem Moment besserwisserisch und widersteht damit der Versuchung, selbst in die Rolle des dogmatischen Predigers mit klar adressierter Botschaft zu verfallen. Alles geschieht hier spielerisch und theatral im besten Sinne: Was auf der Bühne zu sehen ist, das ist keine Anti-Predigt, sondern ein unterhaltsames, ja manchmal auch geradezu ironisches szenisches Erlebnis. (...)“

DIE DEUTSCHE BÜHNE

Hier geht es zur Video-Kritik von Detlef Brandenburg



„(...) Kann man das machen? Und wenn ja, was bringt es? Die h-Moll-Messe ist die Quintessenz des kirchenmuskalischen Schaffens Johann Sebastian Bachs, ist kein Oratorium, sondern Messe, Hochamt, Glaubensbekenntnis. Kann man das inszenieren, auf eine Opernbühne bringen? Auch wenn wenige während der Premiere am Theater Regensburg der Meinung waren, nein, das könne man nicht, da gehen wir lieber heim, so ging das Wagnis doch verblüffend gut auf. In der Summe ist sie ein sehr ernstzunehmender Diskussionsbeitrag zu einer möglichen Interpretation des Werks über das rein Musikalische hinaus.“

SÜDDEUTSCHE ZEITUNG


(...) Die szenische Bearbeitung der „h-Moll-Messe“ in Regensburg (...) spielt mit dem Haus, erkennt die Qualitäten seines Ensembles und traut dem Publikum eine gewisse Robustheit zu. All das spricht für sie und eine Haltung, die das Haus am Bismarckplatz viel öfter einnehmen sollte, um sich überregionale Relevanz und deutschlandweite Anerkennung zu erspielen.

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