JOCHEN BIGANZOLI / REGISSEUR

Der Freischütz von Carl Maria von Weber

THEATER LÜBECK


Musikalische Leitung: Andreas Wolf

Bühne: Wolf Gutjahr

Kostüme: Katharina Weissenborn

Video: Konrad Kästner

Dramaturgie: Francis Hüsers


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und

hier ein Bericht auf NDR Fernsehen.



„Und hier zeigt sich die wahre Macht der Kunstform Oper, nicht belehrend zu wirken, wie die unzähligen Stücke über Flüchtlinge und Integration im deutschen Sprechtheater, jenes geradezu zwanghafte Bemühen, die aktuelle gesellschaftliche Situation zu spiegeln und zu kommentieren. Diese Verkrampftheit deutscher Dramaturgien geht dieser Inszenierung komplett ab, sie schöpft aus ihrem historischen Material, kann sich durch die emotionalisierende Wirkung der Musik neue Bedeutungsräume eröffnen. Hier steht Tradition neben Zeitgeschehen, berührt Themen und Zuschauer. Kurz, es ist darstellende Kunst, wie sie sein muss, der Stachel im Fleisch der Arrivierten, der Reaktionen und Nachdenken hervorruft.“

HAMBURGER FEUILLETON


„Der Beginn des Spiels war ein gelinder Geniestreich des Regisseurs [...]. Jochen Biganzoli hat [...] zwischen die musikalischen Nummern [...] Zwischenspiele gesetzt, in denen der deutsche Wald [...] eine Rolle spielt. Als Raum der Alpträume allerdings, dieser Wald ist bedrohlich, die Bilder sind zudem unterlegt mit Herzschlag-Tönen. Dies ist eine Bebilderung der Ängste des zutiefst verunsicherten Max, die überzeugen und die [...] unter die Haut gehen. [...]“

LÜBECKER NACHRICHTEN


„Angst schwebt über dem Geschehen. Rot glitzernd und riesig steht das Wort über dem ›Freischütz‹ [...]. Die Oper Carl Maria von Webers als Revue des Schreckens - Jochen Biganzoli inszeniert sie in Lübeck lustvoll, leidenschaftlich und kackfrech. [...] Für solch eine Revue braucht es gute Darsteller. Biganzoli hat sie. Vor allem [Steffen] Kubach und Andrea Stadel als frivoles Ännchen brillieren in ihren Parts. [...]“

SHZ


„Die Publikumsreaktion ist tief gespalten. Obwohl Biganzoli keineswegs radikaler vorgeht als bei Schrekers Fernem Klang oder Schostakowitschs Lady Macbeth steht die determinierte gutbürgerliche Erwartungshaltung diesmal der Akzeptanz einer quergedachten Befragung des Stücks im Weg. Auch ein Reflex tiefsitzender Ängste wahrscheinlich …“

KIELER NACHRICHTEN



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